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  • Anke Brückner

Highlander als Heimatpfleger

In der Hutelandschaft bei Streufdorf und auf den Wiesen um Schweighof/Bad Rodach weiden schon seit langem Schottische Hochlandrinder und Galloways. Jetzt auch in Creidlitz im Hambachgrund. Es sind neun starke Schottische Hochlandrinder, die die dortigen Hangwiesen extensiv beweiden. „Das ist besser als eine Mahd, denn eine allmähliche Beweidung der Flächen verläuft kontinuierlich in kleinen Schritten, so dass immer irgendwo etwas stehen bleibt, wächst, blüht und fruchtet“, erklärt Frank Reißenweber, der Erste Vorsitzende des LBV Coburg. „Außerdem wird hier weder geimpft, noch zugefüttert oder gedüngt. Die Tiere setzen aber das Gras in Körpermasse und Wärme um. Somit werden die Wiesen immer magerer und damit artenreicher.“ Und auch die Kuhfladen sind äußerst nützlich: „Eine Kuh kotet täglich zirka 40 Kilogramm, wovon sich vier Kilogramm Insekten ernähren, die wiederum 400 Gramm Vögel ernähren. Es sind also etwa 20 kleine Singvögel, die pro Kuh mehr auf der Fläche leben können!“ Wichtig sei bei so einem Naturschutzkonzept, dass ein Rind mehr als einen Hektar Auslauf hat und die Fläche somit nicht überbeweidet ist.


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